Gestatte nichts Böses, weder offen noch insgeheim.

Durch das bloße Sein des Meisters, durch die Begegnung mit ihm, werden wir automatisch mit uns auseinandergesetzt. Er löst Prozesse aus. Er wirkt wie ein Katalysator, der uns die Möglichkeit eröffnet, uns neu zu reflektieren. Dadurch bekommen wir das Bewusstsein, welches zur Auflösung von negativen Denkmustern, Gefühlen und Handlungs- weisen führt. Das heißt, es wird die Kapazität in uns freigesetzt, Gebrauch zu machen von unserem inneren göttlichen Willen. Auf diese Weise sind wir in der Lage, das Göttliche auf Erden zu manifestieren.

“Was soll daraus werden?” „Der Himmel auf Erden“

Die fünf Botschaften von Sirous Paramatman:

Glauben an GOTT = SELBSTglaube
Vertrauen zu GOTT = SELBSTvertrauen
Liebe zu GOTT = SELBSTliebe
GOTTESbewusstsein = inneres eigenes GOTTESbewusstsein
GOTTESwille = innerer eigener GÖTTLICHER Wille

Die neue Spiritualität

Die alte Spiritualität war ein Entweichen aus dem Leben auf die göttliche Wirklichkeit zu, die Welt belassend, wo sie war und wie sie war. Unsre neue Schau ist im Gegenteil eine Vergöttlichung des Lebens, eine Umwandlung der stofflichen Welt in eine göttliche Welt…Diese Tätigkeit (der neuen Kräfte) hätte einfach eine Fortsetzung sein können, eine Verbesserung und Erweiterung der alten Welt, so wie sie war…Aber was sich ereignet hat, das wirklich Neue, ist die Geburt einer neuen Welt. Nicht das Alte wandelt sich um, sondern eine ganz neue Welt ist wirklich und greifbar geboren!

Zur Stunde befinden wir uns mitten in einer Übergangzeit, wo die beiden ineinander verflochten sind: das Alte beharrt, immer noch allgewaltig, und fährt fort, das gewöhnliche Bewusstsein zu beherrschen, und das Neue stiehlt sich herein, noch sehr bescheiden, so unbemerkt, dass es äußerlich nicht übertrieben stört, im Augenblick…

Man kann vereinfachend sagen, dass die alte Welt, die Schöpfung dessen, was Sri Aurobindo den Obergeist (Overmind) nennt, in charakteristischer Weise ein Zeitalter der Götter war, und folglich das Zeitalter der Religionen…In der Schöpfung des Übergeistes (Supermind) wird es keine Religionen mehr geben. Das ganze Leben wird der Ausdruck, das Formerblühen der göttlichen Einheit sein, die sich in der Welt offenbart. Und es wird nicht mehr geben, was die Menschen jetzt die Götter nennen.

Diese großen göttlichen Wesen werden selbst an der neuen Schöpfung teilnehmen können, doch dazu müssen sie das anlegen, was wir die übergeistige Substanz auf Erden nennen können. Und wenn es welche gibt, die in ihrer Welt zu bleiben wählen, wenn sie beschließen, sich körperlich nicht zu offenbaren, wird ihre Beziehung mit den Wesen der übergeistigen irdischen Welt eine Beziehung von Freunden sein, von gleich zu gleich, da die allerhöchste göttliche Essenz in den Wesen der neuen übergeistigen Welt auf Erden offenbart sein wird. Wenn die körperliche Substanz verübergeistigt ist, wird sich einzukörpern nicht mehr Ursache einer Unterlegenheit sein, ganz im Gegenteil. Man wird dabei eine Fülle gewinnen, die sich anders nicht erlangen ließe…

Ich lade euch zum großen Abenteuer ein, und bei diesem Abenteuer geht es nicht mehr darum, spirituell zu wiederholen, was andere vor uns getan haben, weil unser Abenteuer jenseits von jener Stufe beginnt. Es handelt sich um eine neue, eine vollständig neue Schöpfung, mit allem, was sie an Unvorgesehenem, an Risiken und Wagnissen mit sich bringt- ein wirkliches Abenteuer, an dessen Ziel ein sicherer Sieg steht, dessen Weg aber unbekannt ist und im Unerforschten Schritt für Schritt erspürt werden muss.”

Die Mutter, Gespräche, 10.06.1957 (Bulletin, Nov. 1957)

Direkt in die Freiheit

“Mit einem Meister zu gehen fällt schwer, weil es bedeutet, dass das eigene Ich sterben muss. Es gehört viel Mut dazu, einem Meister zu gestatten, an dir zu arbeiten. Du öffnest ihm dein Herz, machst dich verletzlich – und dabei weißt du nicht, weiß keiner, wohin er dich führt. Du vertraust dich ihm einfach an. Logik bringt dich da nicht weiter, sondern nur Liebe. Und Liebe ist etwas sehr Seltenes. Alle Welt ist logisch, aber wer kann schon lieben? Einen schlauen Verstand hat jeder – aber ein Herz voller Vertrauen?”

Osho 2007, “Der Sufi Weg”, Seite 110

Warum Deutschland spirituelle Werte braucht

“Früher  haben Menschen spirituelle Werte praktiziert. Das hat sich verloren. Und doch sind es die spirituellen Werte, die eine Gesellschaft zusammen halten. In der heutigen Welt haben die Menschen viele körperliche Freiheiten. Du kannst z.B. deine Haare färben. Weißes Haar kann schwarz werden, schwarzes Haar kann weiß werden. Eine Person mit dunkler Hautfarbe kann eine helle Hautfarbe bekommen. Du kannst deine Haut aber auch bräunen. Frauen können zu Männern werden und Männer zu Frauen. Es gibt also eine ganze Reihe von Freiheiten, die sich auf den Körper beziehen. Auch im Leben von Verheirateten gibt es Freiheiten. Du kannst heiraten und dann kannst du dich wieder trennen.

Aber wahre Freiheit. Menschen verstehen den wahren Wert von echter Freiheit nicht. Wahre Freiheit ist die Freiheit von Gedanken und Gefühlen. Solange du durch Gefühle und unnötige Negativität gebunden bist, bist du nicht frei. Die äußere Freiheit bringt viele Schmerzen, Sorgen und Leiden. Nur wenn du frei bist von dem Griff des Negativen, von alten Bestrebungen und Gewohnheiten, bist du wirklich frei, und nur die Spiritualität kann dir diese Einsicht geben.

Eine Gesellschaft die ohne wahre Werte ist, ist wie ein Haus ohne soliden Baugrund. Und wenn du dir über die wahren Gesetzmäßigkeiten  des Lebens nicht bewusst bist, verliert die Gesellschaft ihre Schönheit und Anmut, denn es wird keine Liebe dort sein. Es wird keine Geduld dort sein. Wenn du im Alltagsleben gefangen bist, wirst du sehr ungeduldig. Es ist wie eine Maschine. Wenn du die Anleitung nicht sorgfältig liest, bevor du die Maschine verwendest, wird sie ausbrennen. Ob es nun ein Auto ist oder ein anderes Gerät – wenn du kein tiefes Verständnis über das Funktionieren des Gerätes hast, wird es in kürzester Zeit seinen Geist aufgeben. Ähnlich ist es im Leben.

Wenn wir kein tiefes Verständnis für die Gesetzmäßigkeiten im Leben haben und vom Alltagsleben gefangen sind, brennen wir aus. Es ist wie eine Blüte, die man mit Gewalt öffnet. Sie sollte sich auf natürliche Art und Weise öffnen. Wenn du der Blüte Zeit gibst, sich auf naürliche Art zu öffnen, dann wird sie ganz schön.

(…) Die Menschen sind gut, so wie sie sind. Wo immer sie sind. Auch in Deutschland. Es gibt nichts an den Menschen in Deutschland, das falsch wäre, aber es wäre gut, wenn sie die Grundwerte und die Basis von Leben verstehen würden. Das ist es eigentlich, was Amma allen erzählen möchte.”

Ein Interview mit AMMA in “Kamasha – Gute Nachrichten” 01/2006, S. 8-10